Fazit: 1. Wirtschaftskongress Oberpfalz – Top, bis zum nächsten Jahr!

  • Wissen: Vorträge von TOP-Referenten im großen Auditorium und persönlicher Diskurs mit den Referenten in der Speakers Lounge
  • Kontakte: interessante Unternehmer­persönlichkeiten und wichtige Medienvertreter aus Tages- und Fachpresse, TV – und Rundfunk
  • Innovation: Spannende Diskussion zu Regelbrüchen und Regelbrechern in Industrie 4.0

Fazit: Einfach Super!

cSouris – Zweifache Gewinner des Ideen-Wettbewerbs „Krankenhaus der Zukunft“

Gewinner des Ideen-Wettbewerbs „Krankenhaus der Zukunft“ ausgezeichnet – Sieben innovative Ideen für keimfreie, digitalisierte und energieeffiziente Krankenhäuser

 
 
on 26. April 2017 – 10:59

Im Rahmen des Innovationspakts der Europäischen Metropolregion Nürnberg haben die Kompetenzinitiativen Medical Valley EMN, ENERGIEregion Nürnberg und Neue Materialien (KINEMA) ab September 2016 einen Open-Innovation-Wettbewerb zum Thema  „Krankenhaus der Zukunft“ ausgerufen.

Rund 50 Ideen und teilweise bereits in der Anwendung befindliche Konzepte und Produkte wurden in den drei Themenfeldern „Wohlfühlklima“, „Digitalisierung“ und „Anti-bakterielle Materialien“ eingereicht. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Prof. Dr. Clemens Bulitta (Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden), Adalbert Meiszburger (Service Gesellschaft Sozialstiftung Bamberg GmbH), Dr. Marcus Rauch (Cluster Neue Materialien, Bayern Innovativ GmbH) und Richard Weller (CBRE PREUSS VALTEQ GmbH), hat nun die Gewinner des Ideenwettbewerbs gekürt.

Wohlfühlklima im Krankenhaus der Zukunft

Im Wettbewerb „Wohlfühlklima im Krankenhaus der Zukunft “ belegte das Projekt cSouris von Andreas Edmund Pracht und Alexander Herfurtner den ersten Platz. Durch den Einsatz von auf Ultraschall basierenden Unterputz-Lichtschaltern haben zukünftig die Nutzer des Systems die Möglichkeit, Energie einzusparen und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhöhen. Die Sensorik in den Lichtschaltern erfasst diverse Umgebungsparameter wie Temperatur, Helligkeit und Luftgüte und kann durch die Steuerung von Raumklimatisierung und Raumbeleuchtung wesentlich zu einer Verbesserung des Wohlfühlklimas beitragen. Dadurch wird eine Komfortsteigerung sowie die Erhöhung der eigenen Selbständigkeit bis hin zur Steigerung der Sicherheit in Krankenhäusern, betreuten Wohnanlagen und Eigenheimen erreicht. Der Einsatz berührungsloser Schalter kann beispielsweise auch für Kliniken beim Thema Hygiene vorteilhaft sein. Als potenzielle Kunden sieht das Startup-Unternehmen neben Krankenhäuser auch betreute Wohnanlagen und Privatkunden.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Interpanel GmbH. Das Interpanel System vereint in seinen multifunktionalen und modularen Deckensystemen die Funktionen Kühlen, Heizen, Licht, Akustik und Design in einer Oberfläche. Dadurch deckt es essentielle raumklimatische Bedürfnisse in einem Produkt ab und ermöglicht völlig neue Raumkonzepte in Krankenhäusern.

Antibakterielle Oberflächen im Krankenhaus der Zukunft

Im Wettbewerb „Antibakterielle Oberflächen im Krankenhaus der Zukunft“ ging der 1. Platz an das Projekt „Antibakterielle Folie“ von Christian Michael Gnerlich (auch aus dem Hause cSouris). Die Idee ist eine selbstreinigende Folie, welche individuell auf den unterschiedlichsten Oberflächen aufgeklebt werden kann und somit einfach nachzurüsten ist. Da das Reinigen bestimmter Oberflächen irgendwann unwirtschaftlich wird und sich ständig neuartige Keime bilden, bietet diese Folie, mit einer bislang ungenutzten Technologie, eine neue Möglichkeit, sich vor der Übertragung von Krankheiten, durch Berührung, zu schützen. Diese Technologie ermöglicht einen aktiven Schutz gegen Viren und Bakterien und kann dem Benutzer sogar signalisieren, ob die Oberfläche zusätzlich gereinigt werden muss oder nicht.

Der zweite Platz ging an die HECOSOL GmbH aus Bamberg. Der Ansatz von Dr. Ralph Brückner verfolgt die Auftragung anti-mikrobieller Metalloxide mittels eines besonderen Sprayverfahrens auf Oberflächen bestehender Praxis- und Krankenhauseinrichtungen. Diese Art der Beschichtung zeigt nicht nur im Labor, sondern auch in der Praxis eine signifikante Reduktion von Keimen, die trotz Reinigung und Desinfektionsmaßnahmen überleben und somit zum Infektionsrisiko beitragen.

Als weiterer Gewinner wurde ein Team um Frau Kristin Schnepf, Rainer Kuth, Dr. Stefan Popescu und Philipp Treffer mit ihrem Beitrag zur „Antibakteriellen Graphenoxidbeschichtung“ ausgezeichnet.

Digitalisierung im Krankenhaus der Zukunft

Im Wettbewerb „Digitalisierung im Krankenhaus der Zukunft“ wurde das Konzept „MobiCare LBS – Intelligentes mobiles Assistenzsystem für die Intensivpflege mithilfe von Location Based Services“ als Gewinner ausgewählt. Im Rahmen des Projektes MobiCare LBS entstehen an der Technischen Hochschule Deggendorf im Zusammenspiel Informatik und Pflegewissenschaften gemeinsam mit den Partnern BRK Kreisverband Straubing-Bogen, Wayz Solutions GmbH, HERO GmbH, IQ.medworks GmbH neue Ansätze, um Smart Devices in der Pflege als Assistenzsysteme kontextabhängig einzusetzen. Dieses kontextsensitives Assistenzsystem basiert auf Computer Vision Techniken, wie Augmented Reality sowie Cognitive Computing und unterstützt Pflegende bei der alltäglichen Bewältigung von patientenspezifischen Geräteeinstellungen und wichtigen Prozessabläufen – ob im Krankenhaus oder beim Patienten zuhause.

Als weiterer Gewinner wurde die Go Clinic B.V. mit ihrem Beitrag für eine Patienten-App zur schnelleren Genesung ausgezeichnet.

„Die Ideen aus den Wettbewerben werden wir nun zusammen mit Experten aus den drei Branchenbereichen Gesundheit, Materialien und Energie hinsichtlich des Umsetzungspotentials diskutieren“, erläutert Marco Wendel vom Medical Valley das weitere Vorgehen.  Ziel ist es, die Ideen möglichst schnell in Produkte zu überführen und in die Anwendung zu bringen.  

Quelle: Medical Valley, https://www.medical-valley-emn.de/news/gewinner-des-ideen-wettbewerbs-%E2%80%9Ekrankenhaus-der-zukunft%E2%80%9C-ausgezeichnet

Pressekonferenz des 1.Wirtschaftskongress Oberpfalz

Am gestrigen Mittwoch, 12.04.2017 fand im Bergbau – und Industriemuseum Ostbayern in Theuern die Pressekonferenz zum 1.Wirtschaftskongress Oberpfalz statt.

Im stimmungsvollen Ambiente des Industriemuseums, stellte Elke Renner der Presse Konzept, Hintergründe und die Partner des Wirtschaftskongresses Oberpfalz vor.

Vielen herzlichen Dank an Museumsleiter Michael Ritz, an unsere Sponsoren, Projektpartner und an die anwesenden Journalisten von BR, DER NEUE TAG, Mittelbayerische Zeitung und OTV, für diese gelungene Veranstaltung.

Hier finden Sie den Link zum TV-Beitrag:

https://www.otv.de/mediathek/video/wissen-kontakt-innovation/

Und hier ein paar Eindrücke der gestrigen Konferenz, bereitgestellt von Marcus Rebmann:

cSouris als Partner des 1. Wirtschaftskongresses der Oberpfalz

„Wir sind gerne Partner des 1. Wirtschaftskongress der Oberpfalz, weil wir uns gerade in unserer Heimat einen stetigen und interdisziplinären Erfahrungsaustausch zwischen etablierten und jungen Unternehmen wünschen. Als Digital Natives der 80iger Generation sehen wir uns als Schnittstelle zwischen Innovation und Tradition. Das Ende unserer Studienzeit ist der Beginn der Reise in Richtung Industrie 4.0 und New Work. Auf dem Weg in ein digitalisiertes Zuhause hilft uns unser Drang zur Kreativität und die Möglichkeiten anders zu denken. Manchmal kann es auch hilfreich sein, alte Regeln zu brechen und neu zu definieren, um Innovationen und nachhaltigen Wissenstransfer schneller und zeitgemäß voranzutreiben.“

 
 

cSouris Smart Home – Es beginnt bei dir

 

Sicherheit, Gesundheit, Familie, Zufriedenheit, weil es auf die wesentlichen Dinge im Leben ankommt!

 

Als angehende Unternehmer liegt uns in erster Linie unser aller Zuhause, dein Heim und mein Heim, am Herzen. Bereits während unseres Studiums haben wir begonnen das Konzept unseres neuartigen Smart Home Systems zu entwickeln. Dieses basiert auf einen intelligenten Lichtschalter und die dazugehörige Steckdose. Von der ersten Idee an, pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen und etablierten Unternehmen aus unserer Region. Neben zahlreichen Partnern, wie den Stadtwerken Amberg, der OTH Amberg-Weiden und der OTH-Regensburg, werden wir insbesondere von der Lüdecke GmbH aus Amberg unterstützt und gefördert. Außerdem haben wir mit der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz ein einzigartiges Ökosystem an unserer Seite. Dank dieser Hilfe ist es uns möglich, unsere Visionen gemeinsam mit unseren Partnern Realität werden zu lassen. Dabei steht für uns einzig der Mensch und seine Umwelt im Zentrum der Gestaltung.

Dies spiegelt sich auch in den Funktionen unseres Systems wieder. Die Lichtschalter helfen dabei Energie zu sparen und machen dein und mein Zuhause zu einem sichereren und angenehmeren Ort. Durch das Erkennen von Personen im Raum werden bspw. Unfälle, wie Stürze im Dunkeln, im Vorfeld verhindert und so ein selbstbestimmtes Leben bis hin ins hohe Alter ermöglicht. Diese Vorteile eines smarten Zuhauses und viele mehr möchten wir in deinen und meinen Alltag integrieren, damit mehr Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben bleibt. Es ist uns besonders wichtig, dass sich das System unbemerkt in den Hintergrund stellt, sich auf dich und deine Bedürfnisse einstellt und nicht umgekehrt. Wir wollen keine Spione im Haus, sondern eine intuitive und komfortable Assistenz auf die man sich jederzeit verlassen kann.

Kongresses Arbeit 4.0

Die zunehmende Digitalisierung wird weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Arbeitswelt haben. Fortschreitende Technisierung lässt die Grenzen zwischen virtueller und realer Arbeitswelt zunehmend verschwimmen und heutige Kommunikations- und Informationstechnologien haben den Arbeitsalltag grundlegend verändert. Wir sind überall erreichbar und immer einsatzbereit. Computer oder computergesteuerte Maschinen übernehmen in allen Arbeitsbereichen Tätigkeiten, die bisher von Menschen erledigt wurden. Die Landtags-Grünen haben sich in dieser Woche dem Thema mit einem Kongress beschäftigt.

Es ist ein Thema, das die Gesellschaft als Ganzes betrifft und unseren Alltag in den kommenden Jahren immer stärker mitbestimmen wird.  Dabei geht es um das Verschwimmen von virtueller und realer Arbeitswelt, um neue Arbeitskonzepte mit flexiblen Arbeitszeiten, -orten und -verträgen, um die Unterstützung des Menschen durch die Maschine. Diese Prozesse und Diskurse sind in dem Schlagwort „Arbeit 4.0“ zusammengefasst. Unter diesem Titel veröffentlichte das Bundesarbeitsministerium Ende November ein Weißbuch mit Vorschlägen, wie mit dem Wandel umzugehen sei. Viele Menschen sind besorgt, gerade weil der Grad der Veränderung auf lange Sicht noch nicht absehbar ist.

Wir Landtags-Grünen sehen hier die Notwendigkeit, die Bürgerinnen und Bürger über den Stand der Zukunftsforschung zu informieren und eine Plattform für Fragen und Diskussion zu schaffen, dabei aber auch die Chancen der kommenden Veränderung aufzuzeigen. Darum luden unsere Abgeordneten Verena Osgyan (Netzpolitische Sprecherin), Kerstin Celina (Arbeitsmarktpolitische Sprecherin) und Thomas Mütze (Wirtschafs- und finanzpolitischer Sprecher) im Rahmen der Veranstaltung „Arbeit 4.0: Anders Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ am 26. Januar in den Landtag ein. Mit von der Partie waren Vertreter der Arbeitnehmerverbände, der Sozial-, Arbeits- und Zukunftsforschung sowie des Branchenverbandes der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche.

Nach einer Begrüßung durch Verena Osgyan führte Cornelia Daheim der Future Impacts Consulting ausgiebig in die Thematik ein und vermittelte einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung. Es folgte eine Podiumsdiskussion, die Thomas Mütze moderierte. Dr. Kira Marrs vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München verwies zunächst darauf, dass gesellschaftlicher Wandel auch immer von der Gesellschaft selbst ausginge und somit von dieser mitgestaltet würde; umso wichtiger sei es, frühzeitig ins Gespräch zu kommen und die Weichen für die Zukunft gemeinsam zu stellen.

Der Vertreter des Ver.di Landesbezirks Bayern Hans Sterr mahnte, auch diejenigen mit einzubinden, die nicht den „Digitale Natives“ angehörten und durch flexiblere Arbeitsbedingungen nicht die Rechte der Arbeitnehmer aufzuweichen; dabei stünden die Politik und die Arbeitgeber in der Verantwortung, dass Effizienz und Kostenreduktion nicht über die Belange und das Wohl der Arbeitenden gestellt werden.

Dr. Stefan Rief, Mitarbeiter am Fraunhofer-institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, rief zu Offenheit  gegenüber der Veränderung auf. Was auf uns alle zukäme, sei nur in Andeutungen abzusehen, durch Angstmacherei sei aber niemandem geholfen. Dem stimmte auch Adél Holdampf-Wendel von BITKOM e.V. zu. Die positiven Aspekte der Digitalisierung müssten ebenso mehr in den Fokus rücken, etwa die enorme Arbeitserleichterung gerade bei schweren körperlichen Tätigkeiten sowie die zunehmende Flexibilität der Arbeitsumstände und somit Unabhängigkeit der Arbeitnehmer.

 

Anschließend konnten wir uns und unsere Innovationen dem Publikum vorstellen. Wir präsentierten einen Sensor für „intelligente Gebäude“ mit frei zugänglichem Betriebssystem.

Patentingenieurwesen: Hei, gibt’s des scho?

Ist das neu oder gibt’s das schon? Studierende des Studiengangs Patentingenieurwesen fanden es heraus. In der Vorlesung Recherchetechnik I überprüften sie die Ideen des Start-ups cSouris – ein Unternehmen, das innovative Smart-Home-Lösungen entwickelt. Das praxisnahe Rechercheprojekt wurde von einem der Unternehmensgründer, Andreas Edmund Pracht, und Prof. Dr. Ursula Versch, Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik, organisiert.

Hinter dem Start-up stehen Andreas Edmund Pracht, Alexander Herfurtner und Christian Gnerlich, ein Absolvent und zwei Studenten der OTH Amberg-Weiden. Ehrensache, dass sich die Patentingenieurwesen-Studierenden besonders ins Zeug legten, um zu überprüfen, ob die Idee hinter cSouris neu ist und noch nicht zum Patent oder Gebrauchsmuster angemeldet wurde.

In Patentdatenbanken recherchierten sie die technischen Ideen des Start-ups, analysierten die Ergebnisse und präsentierten sie den Unternehmensgründern. Dabei lernten sie Vieles über die methodische Vorgehensweise bei Recherchen oder über den Umgang mit Entwicklern und Ideengebern im Rechercheprozess. Geheimhaltungserklärungen, NDAs (Non-Disclosure Agreements), wurden unterschrieben, intensive inhaltliche Diskussionen geführt, technische Details verändert, Rechercheansätze angepasst, Rechercheberichte geschrieben und als Studienarbeit abgegeben. Kurzum: Die Studierenden erarbeiteten sich wertvolles Know-how, das sie in ihrer späteren Karriere mit großem Gewinn einsetzen werden. Das Feedback der drei cSouris-Gründer war dementsprechend positiv und sehr motivierend für die jungen Patent-Rechercheurinnen und -Rechercheure.

Zum Abschluss des Projekts verdeutlichte Christian Gnerlich in einem Vortrag, was es heißt, sich als Start-up wie cSouris mit technischen Ideen in Wettbewerben einzubringen und dafür zu werben. Dabei zeigte er u.a. auf, wie Roadmap, Key Activities oder Finanzplanung konzipiert sein müssen.

Ilse Aigner übergibt Förderbescheid für Digitales Gründerzentrum Oberpfalz DGO

REGENSBURG.Deutschland ist in der digitalen Welt nicht ganz vorne dabei. Aber es will aufholen. Damit das gelingt, „müssen wir das Silicon Valley nicht kopieren, sondern kapieren“, glauben Andreas Pracht und Alexander Herfurtner, Gründer des Unternehmens cSouris in Regensburg, das in der Regensburger Tech-Base wächst und gedeiht. Die Oberpfalz begibt sich – mit Hilfe der Bayerischen Staatsregierung – auf den Weg dorthin.

1,8 Millionen Euro aus München

Am Donnerstag überbrachte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) Förderbescheide über insgesamt 1,8 Millionen Euro. Damit unterstützt der Freistaat den Aufbau des Digitalen Gründerzentrums Oberpfalz (DGO). Dieses verteilt sich auf die drei Standorte Regensburg, Amberg und Weiden. Mit der ersten Tranche von 550 000 Euro werden vor allem Räume in Amberg und Weiden geschaffen. Der zweite Bescheid über 1,25 Millionen Euro, verteilt auf sieben Jahre, fließt in das Netzwerk, das neben Amberg und Weiden in Regensburg in der neuen Tech-Base angesiedelt ist – in unmittelbarer Nachbarschaft von Universität und der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH).

Ein kreatives Milieu

Mit dem Zentrum soll ein Öko-System für digitale Gründungen geschaffen werden, oder wie es Professor Andrea Klug, Präsidentin der OTH Weiden-Amberg, ausdrückte, ein „kreatives Milieu für digitale Start-ups“.

Insgesamt werden in Bayern zwölf solche Gründerzentren mit in Summe 19 Standorten entstehen. Dafür gibt die Staatsregierung 80 Millionen Euro aus. Im Rahmen des Programms wird in jedem Regierungsbezirk mindestens ein Gründerzentrum im Bereich Digitalisierung etabliert, das Gründer in Kooperation mit Hochschule und Wirtschaft und mit Unterstützung der Kommune fördert.

„Perfekt, was sich hier entwickelt“

Aigner lobte bei ihrem Besuch die Aktivitäten in der Oberpfalz: „Es ist perfekt, was sich hier entwickelt“, sagte sie bei ihrem zweiten Besuch vor Ort kurz hintereinander. Erst im April hatte sie in der Regensburger Tech-Base Station gemacht. Diese ist inzwischen mit 70 Mietern komplett gefüllt, wie der Hausherr, der Geschäftsführer des Betreibers R-Tech GmbH, Alexander Rupprecht, vermeldete. Neben Gründern sind auch Dependancen von Uni und OTH dabei. Hier verbinden sich Netzwerke unter anderem aus den Bereichen Automotive, IT-Sicherheit, Sensorik oder Umwelttechnik. Das Digitale Gründerzentrum kommt nun hinzu und wird reichlich Querverbindungen mit den bestehenden Netzwerken eingehen. Rupprecht kündigte an, neue Formate des Netzwerkens zu realisieren.

Keine digitale Wüste

Der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs freute sich darüber, dass hier Bildung und Innovationen entstehen würden. Dass die Oberpfalz keine digitale Wüste ist, veranschaulichte Ralf Lenninger von Continental. Der Autozulieferer beschäftige 12 000 Software-Entwickler (zum Vergleich: Apple 16 000, Google 18 000), spielt also in dieser Liga durchaus mit. 2000 dieser Entwickler arbeiten in Regensburg. In der Tech-Base habe Conti gut 60 Studenten „unter Waffen“. Demnächst werde es die erste Ausgründung aus diesem Fundus geben.

Start? Zuschuss! – Bayerisches Wirtschaftsministerium fördert Start-up-Unternehmer

Am Anfang stand eine Idee: das smarte Zuhause für jedermann. Diese Idee hat gezündet, und zwar richtig! Für ihr Start-up „cSouris“ erhielten Andreas Edmund Pracht und Alexander Herfurtner, ein Absolvent und ein Student der OTH Amberg-Weiden, mehrere Auszeichnungen und Preise. Jetzt überzeugten sie auch das bayerische Wirtschaftsministerium – und punkteten bei „Start?Zuschuss!“, einem Programm zur Förderung von Unternehmensgründungen im Bereich „Digitalisierung“.

Alexander Herfurtner, Andreas Edmund Pracht und Franz Josef Pschierer, Bayerischer Wirtschaftsstaatssekretär

Alexander Herfurtner, Andreas Edmund Pracht und Franz Josef Pschierer, Bayerischer Wirtschaftsstaatssekretär, bei der Übergabe der Förderurkunden.

Franz Josef Pschierer, Bayerischer Wirtschaftsstaatssekretär, übergab die Förderurkunde im bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Die beiden Unternehmensgründer erhalten im kommenden Jahr 36.000 Euro, u.a. für Ausgaben wie Miete und Personal sowie Entwicklung und Markteinführung des Produkts.

Insgesamt bewarben sich rund 100 bayerische Unternehmensgründerinnen und -gründer für das Förderprogramm. Nur zehn davon konnten bei der Expertenjury punkte – darunter, als einziges Start-up aus der Oberpfalz, cSouris.

Mit ihren Ideen werden Andreas Edmund Pracht und Alexander Herfurtner in Zukunft die Häuser oder Wohnungen ihrer Kunden schlauer machen. Dafür wollen sie Smart-Home-Lösungen aus einer Hand entwickeln, in denen alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Schon jetzt können mit dem Smartphone oder Tablet Heizung, Beleuchtung oder Haushaltsgeräte aus der Ferne gesteuert werden. Praktisch! Weniger praktisch: Die Smart-Home-Anwendungen sind untereinander meist nicht kompatibel und benötigen häufig eine zentrale Steuereinheit. Die innovative Lösung: eine einfache und dezentrale Hausautomatisierung. Das erhöht die Usability und senkt die Einstiegskosten für die Endnutzer.

Mit dieser Idee überzeugten Andreas  Edmund Pracht und Alexander Herfurtner übrigens nicht nur das bayerische Wirtschaftsministerium. Bereits 2015 räumten die beiden beim Startup Weekend in Regensburg ab, in diesem Jahr holten sie sich den Innovationspreis der Stadtwerke Amberg.

Die beiden Unternehmensgründer möchten sich bei ihren Förderinnen und Fördern bedanken:

  • Dipl.-Bw. (FH) Brigitte Kauer und Dipl-Ing. Christoph Aisch vom Startup Center der OTH Regensburg
  • Alexander Becker von BayStartUp
  • Professorinnen und Professoren der OTH Amberg-Weiden
  • Steuerkanzlei Schwanzl Streich Rumpler
  • Stadtwerke Amberg