Allgemein

Ilse Aigner übergibt Förderbescheid für Digitales Gründerzentrum Oberpfalz DGO

Veröffentlicht

REGENSBURG.Deutschland ist in der digitalen Welt nicht ganz vorne dabei. Aber es will aufholen. Damit das gelingt, „müssen wir das Silicon Valley nicht kopieren, sondern kapieren“, glauben Andreas Pracht und Alexander Herfurtner, Gründer des Unternehmens cSouris in Regensburg, das in der Regensburger Tech-Base wächst und gedeiht. Die Oberpfalz begibt sich – mit Hilfe der Bayerischen Staatsregierung – auf den Weg dorthin.

1,8 Millionen Euro aus München

Am Donnerstag überbrachte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) Förderbescheide über insgesamt 1,8 Millionen Euro. Damit unterstützt der Freistaat den Aufbau des Digitalen Gründerzentrums Oberpfalz (DGO). Dieses verteilt sich auf die drei Standorte Regensburg, Amberg und Weiden. Mit der ersten Tranche von 550 000 Euro werden vor allem Räume in Amberg und Weiden geschaffen. Der zweite Bescheid über 1,25 Millionen Euro, verteilt auf sieben Jahre, fließt in das Netzwerk, das neben Amberg und Weiden in Regensburg in der neuen Tech-Base angesiedelt ist – in unmittelbarer Nachbarschaft von Universität und der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH).

Ein kreatives Milieu

Mit dem Zentrum soll ein Öko-System für digitale Gründungen geschaffen werden, oder wie es Professor Andrea Klug, Präsidentin der OTH Weiden-Amberg, ausdrückte, ein „kreatives Milieu für digitale Start-ups“.

Insgesamt werden in Bayern zwölf solche Gründerzentren mit in Summe 19 Standorten entstehen. Dafür gibt die Staatsregierung 80 Millionen Euro aus. Im Rahmen des Programms wird in jedem Regierungsbezirk mindestens ein Gründerzentrum im Bereich Digitalisierung etabliert, das Gründer in Kooperation mit Hochschule und Wirtschaft und mit Unterstützung der Kommune fördert.

„Perfekt, was sich hier entwickelt“

Aigner lobte bei ihrem Besuch die Aktivitäten in der Oberpfalz: „Es ist perfekt, was sich hier entwickelt“, sagte sie bei ihrem zweiten Besuch vor Ort kurz hintereinander. Erst im April hatte sie in der Regensburger Tech-Base Station gemacht. Diese ist inzwischen mit 70 Mietern komplett gefüllt, wie der Hausherr, der Geschäftsführer des Betreibers R-Tech GmbH, Alexander Rupprecht, vermeldete. Neben Gründern sind auch Dependancen von Uni und OTH dabei. Hier verbinden sich Netzwerke unter anderem aus den Bereichen Automotive, IT-Sicherheit, Sensorik oder Umwelttechnik. Das Digitale Gründerzentrum kommt nun hinzu und wird reichlich Querverbindungen mit den bestehenden Netzwerken eingehen. Rupprecht kündigte an, neue Formate des Netzwerkens zu realisieren.

Keine digitale Wüste

Der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs freute sich darüber, dass hier Bildung und Innovationen entstehen würden. Dass die Oberpfalz keine digitale Wüste ist, veranschaulichte Ralf Lenninger von Continental. Der Autozulieferer beschäftige 12 000 Software-Entwickler (zum Vergleich: Apple 16 000, Google 18 000), spielt also in dieser Liga durchaus mit. 2000 dieser Entwickler arbeiten in Regensburg. In der Tech-Base habe Conti gut 60 Studenten „unter Waffen“. Demnächst werde es die erste Ausgründung aus diesem Fundus geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.